Ein Wochenende voller Spaß, Kultur und gemeinschaftlichem Engagement

Am Pfingstmontag ging ein ereignisreiches Wochenende im Revierpark Nienhausen zu Ende. Während die letzten Zelte abgebaut und die Stände zusammengeräumt wurden, saßen viele noch müde, aber glücklich zusammen und ließen die vergangenen Tage Revue passieren.

Über 1500 Menschen aus Gelsenkirchen, dem Ruhrgebiet und aus ganz Deutschland kamen zum Internationalen Pfingstjugendtreffen zusammen. Das Wochenende war ein einzigartiger Mix aus politischen Diskussionen, Kultur, Sport, Musik und jeder Menge gemeinsamer Aktivitäten.

In Workshops und Veranstaltungen ging es unter anderem um Antifaschismus, Umweltfragen, internationale Solidarität, Sozialismus und Jugendbewegungen. Diskutiert wurde außerdem über den Wiederaufbau medizinischer Einrichtungen im Gazastreifen sowie über modernen Antikommunismus und Faschismus. Dabei wurde deutlich: Viele junge Menschen wollen sich mit der Welt, in der sie leben, nicht einfach abfinden.

Ein echtes Highlight war die Zukunftsdemonstration am Samstagmorgen durch Gelsenkirchen und Essen. Mit Musik, Fahnen, kreativen Beiträgen und guter Stimmung brachten die Teilnehmer:innen ihre politischen Forderungen auf die Straße. Auch viele Menschen aus den Wohngebieten blieben stehen, hörten zu und schauten interessiert zu.

Weitere politische Highlights waren die Podiumsdiskussion „Nein zur Wehrpflicht!“ mit Podiumsteilnehmern unterschiedlicher Jugendbewegungen aus dem Ruhrgebiet und die Jugendbildungsveranstaltung zur sozialistischen Jugendbewegung mit Gabi Fechtner, Vorsitzende der MLPD. Bei beiden Veranstaltungen wurde viel mitdiskutiert.

Auf dem gesamten Gelände gab es unzählige Stände zum Informieren, Austauschen oder einfach zum Chillen. Besonders gefeiert wurde das internationale Essensangebot: Von herzhaft bis süß, von bayrisch bis asiatisch — überall duftete es nach Spezialitäten aus verschiedenen Teilen der Welt, und das Essen kam bei den Besucher:innen richtig gut an.

Auch sportlich war einiges geboten. Beim internationalen Fußballturnier am Samstag und bei den „Spielen ohne Grenzen“ am Sonntag stand vor allem Teamgeist im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Freundschaft im Wettkampf“ wurde in der prallen Sonne alles gegeben. Die anschließende Wasserschlacht sorgte dann für die perfekte Abkühlung und jede Menge Spaß.

Kreativ wurde es beim Songcontest unter dem Motto „Dein Lied für Gaza“. Obwohl keine professionellen Musiker:innen auf der Bühne standen, war die Stimmung beeindruckend. Das Publikum feierte jeden einzelnen Beitrag. Die Songs machten Mut, solidarisch zu bleiben und hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen.

Und auch abends wurde weitergefeiert: Die Konzerte und DJ-Partys waren durchgehend gut besucht. Es wurde getanzt, gesungen und bis spät in die Nacht gemeinsam gefeiert. Musik, Kultur und Gemeinschaft gehörten genauso zum Wochenende wie die politischen Diskussionen.

Bei dem Kinderfest am Sonntag kamen auch die jüngsten Teilnehmer auf ihre Kosten. An dem Kinderparcours beteiligten sich viele Stände. Es war also ein richtiges Gemeinschaftswerk des ganzen Festival. Besonders beliebt war die Hüpfburg. Wir freuten uns viele Familien aus der Umgebung begrüßen zu können.

Während des gesamten Festivals herrschte eine offene und solidarische Atmosphäre. Rassismus, Sexismus, Drogen oder aggressives Verhalten hatten hier keinen Platz. Stattdessen nutzten viele die Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen, sich auszutauschen und gemeinsam aktiv zu werden. Diese Vielfalt an Themen, Aktivitäten, Musik und Menschen vereint sonst kein anderes Festival!

Am Ende zogen viele Beteiligte ein positives Fazit: Das Pfingstjugendtreffen war nicht nur ein Ort für Diskussionen, sondern vor allem für Gemeinschaft, Austausch und gegenseitige Unterstützung. Das war nur möglich, weil jeder und jede einzelne mit angepackt hat, um dieses Festival zu einem Erfolgt zu machen – sei es beim Aufbau, durch eine Schicht am Stand oder beim Toilettenputz. Denn nur so: selbstorganisiert und selbstfinanziert, kann so ein Festival gelingen. Doch hier war zugleich auch noch der größte Schwachpunkt – denn so etwas muss bis ins kleinste Detail durchorganisiert sein. Da braucht es viele Hände und ausreichend Zeit, damit wirklich alles toporganisiert werden kann.
Deshalb war am Ende klar: mit dem Ende des 22. Internationalen Pfingstjugendtreffen setzen wir den Startschuss für die Vorbereitung des 23. Internationalen Pfingstjugendtreffen im Juni 2028! Nur dann gelingt es uns auch, dass das nächste Pfingstjugendtreffen noch größer und vielseitiger wird und sich mehr Organisationen beteiligen.

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