Selbstorganisiert, rebellisch und „for future“ – Fulminanter Abschluss des 19. internationalen Pfingstjugendtreffens

Mit einem tollen Fest der internationalen Solidarität endete gestern Abend das 19. internationale Pfingstjugendtreffen, das erstmals in Truckenthal, Thüringen stattfand. 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten ein in seiner Vielfalt einmaliges Festival. „Vom Puppentheater bis zur Fridays For Future Diskussion, von Kindern bis Erwachsenen war alles dabei!“, erzählt die 18-jährige Maren.

Jugendliche aus ganzen Deutschland und 22 Ländern waren gekommen. Begeistert berichtet Luisa, 22 Jahre: „Das Pfingstjugendtreffen hat Spaß gemacht und war begeisternd, weil es deutlich gemacht hat, wie viel man organisiert erreichen kann und weil so viele Menschen international zusammen gekommen sind.“

Jeweils 15 Mannschaften hatten sich bei den Spielen ohne Grenzen und beim Fußballturnier unter dem Motto „Freundschaft im Wettkampf“ gemessen. Den Heimvorteil nutzten die Thüringer Mannschaften: Sie räumten die esten Plätze ab. Ein Kicker aus der näheren Umgebung fand es „noch viel cooler als vorher gedacht!“. Jeniba, 10 Jahre aus Reutlingen fand es sehr interessant, weil sie das erste Mal da war: „Das Protestieren in Sonneberg fand ich gut und dass wir Zumba gelernt haben war richtig gut und lustig. Wir haben gecampt und bei den Spielen ohne Grenzen den elften Platz gemacht!“.

Die Jugendbildungsveranstaltung „Umweltzerstörung, Kriegsvorbereitung, Diesel-Skandal – Wie funktioniert Imperialismus?“ mit mehr als 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern rüttelte auf und schärfte das Bewusstsein für die Perspektive der Jugendrebellion und eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Auch das Forum zu „Fridays For Future – Wie weiter?“ platzte aus allen Nähten und vielfältige Erfahrungen wurden ausgetauscht.

Mindestens 50 Organisationen und Vereine und hunderte Einzelpersonen hatten das gesamte Festival selbstorganisiert auf die Beine gestellt. Allein 500 Stunden wurden als Zeitspenden für Reingungsdienste erbracht.

Beim Abendprogramm konnte eine äußerst positive Bilanz gezogen werden über ein einzigartiges Programm. Auch das traditionsreiche Kuhschwanzfest aus Eisfeld überbrachte einen herzlichen Gruß. Ein begeisternder und berührender Auftritt der bekannten fortschrittlichen türkischen Band Grup Yorum mit revolutionären Liedern erinnerte daran, wie beim Rebellischen Musikfestival im letzten Jahr am gleichen Ort erfolgreich gegen staatliche Unterdrückungsversuche gekämpft wurde. Zur Musik der Bands Strom & Wasser, Master AL und Passepartout wurde noch bis in die Morgenstunden ausgelassen getanzt. Neue Freundschaften sind entstanden und viele wollen sich nun nicht nur an Pfingsten, sondern dauerhaft organisiert zusammenschließen und für die Zukunft der Jugend rebellieren!

Ein ausführlicher Bildreport folgt in den nächsten Tagen auf www.pfingstjugendtreffen.de

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